Latitudsuranglers's Blog

Fliegenfischen

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Weird creature…

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Juni 3, 2011
Posted in: ARTICLES, WEIRD CREATURE.

Oxidora kneri, or better known as Granulated catfish.

I primed this tiny barely 9 inch creature, which where washed on shore last winter.

Here its called ” Armado chancho ”  and highly valued for its poultry like flesh. This species reach up to 18lbs.

It´s a rarely target for the fly.

The Perfect Bite

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Juni 2, 2011
Posted in: ARTICLES, THE PERFECT BITE.

                                   by Mr. Piranha

those razersharp tools belong to  Serrasalmus marginatus, estimated in the 3 lbs range.

When fly fishing for golden Dorado in lagoons or any stillwater, never ! mend or flip your line ! Its very likely, the tippet or in the worst case, your fly line is cut in half  by an Piranha. Even such light impulse on the surface leads to an instantly attack. It does not need a  beast like shown above, a hand size Piranha or even smaller easily accomplish such a mission…  

Llao Llao, das Brot der Indios

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 30, 2011
Posted in: THEMA PATAGONIEN.

Llao Llao Land

Llao Llao, oder das Brot der Indios

Im südlichen Patagonien, dort wo die immergrünen Südbuchen weite Teile der Landschaft und der Uferregionen von Flüssen und Seen bedecken, entdecken wir immer wieder diese exotisch anmutenden Mandarinengrosse Frucht. Im Australen Sommer bildet dieses Pilzgewächs, Cyttaria hariotti, einen wirklich farbigen Kontrast zum satten Grün der zahlreichen Notafagus Arten. Der Pilz selbst bildet je nach Alter gewaltige Auswüchse die bis 40 cm im Durchmessser erreichen, und im im            Kunsthandwerk zu allen erdenklichen Skulpturen verarbeitet werden.

Llao Llao im Sprachgebrauch des Volkstammes der Mapuche bedeutet: “lecker lecker” oder aber süss süss.

Die Frucht wurde fermentiert und zu einem leicht alkoholhaltigen Getränk verarbeitet, das jedoch aufgrund des geringen Zuckeranteiles nur wenige Prozentanteile Alkohol enthalten haben dürfte. Llao Llao gehörte zur Nahrungs Ergänzung aller Indianer Gruppen. Und wenn auf dem Höhepunkt ihres Reifeprozesses aufgeschnitten, erinnert das feste, leicht süsse Fruchtfleich im Geschmack an Kiwi oder Trauben.

Festes frisches Fruchtfleisch

Tying the Carnavalera

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 12, 2011
Posted in: FLY TYING.

                                   Tying the Carnevalera

                            

step 1 : tie in a piece of strong mono and add two hackle fibers.

 step 2 : tie in two more hackle fibers

         step 3 : tie in red bucktail evenly around the hook shank

        step 4 : wind arround the Kaiken goose fibers, you dont have    some ? well use barbs of mallard or similar material.

                          step 5 : slip the sequim over the mono

                   step 6 :  use a lighter to head up a plain tool, be carefull      not to overhead the nylon, otherwise you would just burn it. Give it a try on a spar nylon ! 

                                   step 8 : just add water…

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Der Pueyrredon See in Patagonien

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 6, 2011
Posted in: DER PUYERREDON SEE IN PATAGONIEN, REISEBERICHTE, THEMA PATAGONIEN.

     Der Pueyrredon See

 Prasselnd schlägt der Schotter gegen den Unterboden unseres Allrad und eine Haushohe Staubfahne hinter uns herziehend nähern wir uns den abwärtsführenden Serpentinien. Hinter uns liegt diese unwirtliche Hochebene, dieses Nirgendwo, diese nur aus dunklem Gestein und der Mata Negra bewachsenen Einöde…

                                                    Schattenspiele

Wieder einmal sind wir unterwegs abseits des “ beaten path. Es ist anfang Januar, 3000km haben wir nun hinter uns. Aus dem Norden kommend immer über die “Ruta 40” haben wir uns entlang der Andenkordilliere bis hier herunter gefischt.

Am Horizont erscheint nun der allmächtige Schneegleissende San Lorenzo, mit 3706 m ist er das höchste Massiv des australen Südens. Eine Stunde abenteuerliche Fahrt trennt uns noch vom Puyerredon See und einer

                                                                                                                Nirgendwo

aussergewöhnlichen  Fischerei. Wir überqueren einen kleinen Wildbach, ein verlassener Hof, eingerahmt von majestätischen Alamos, den hoch aufragende Papeln, Zeugen der Vergangenheit und einem einstmals regen Lebens.

                                                     Das Ostufer des Pueyrredon

Endlich, von einer Anhöhe aus zeigt sich der Pueyrredon gleich eines azuren Auges und zahllose Serpentinen später zieren gewaltige Wellen den Elfenbeinfarbenen Sandstrand.

Der Wind fetzt das Wasser von den Wellenkämmen und ich muss die Scheibenwischer aktivieren um nicht irgendwo abseits der Piste zu landen. Die satten Niederschläge verbunden mit dem Schmezwasser haben den See nicht unerheblich über seine Ufer treten lassen. Über weite Strecken führt der Uferweg durch das Wasser und mehr als einmal hält Carolina den Atem an als wir uns auf einer Passage hoch über dem Pueyrredon vorsichtig durch eine tiefe Rinne der weggerissenen und nun sehr schmalen Fahrspur tasten, « hijo de puta« !

                          Eingerahmt von Schneebedeckten Bergen und Steppenvegetation

Der Pueyrredon erstreckt sich über eine Länge von beinahe 100 km, knapp die Hälfte des Sees befinden sich auf Argentinischer Seite. Die Ufer des Sees sind beidseitig eingerahmt von schneebedeckten Gipfeln, felsige Baumlose Steilufer wechseln sich ab mit grobkiesigen hell leuchtenten Stränden und Steppenvegetation. 360 Tage des Jahres türmen die unaufhörlich blasende Westwinde hohe Wellen auf, die sich am Ostufer des Sees in einer atemberaubenden Brandung brechen.Windgeschützte Bereiche sind rar, aber es gibt sie. Dort, Carolina erspähte die “Abfahrt” zu unserem so gewohnten Uferbereich an dem wir die nächsten Tage verbringen werden. Der nahe Gletscherbach führt gewaltige Mengen an Wasser und so furten wir häufig diese trüben Rinnen. Die Fahrt führt rumpelnd durch dichtes mit niedrigen Weiden und grossen Calafate Büschen bewachsenes Gelände. Immer wieder kreuzen wild umherspringende Hasen den Weg und dieser unendliche scheinende Blaue Himmel bietet einen wahrhaft traumhaften Kontrast zum Grün der Vegetation und des hellen mit groben Kies bedeckten Bodens, angekommen !

                                 Der Posada See ein spektakuläres Perca Gewässer …

Unser kleines Camp errichten wir im Schutzt eines grossen Calafate Busches, und nichts hält uns beide mehr hier, auf ans Wasser ! Die Uferregion gleicht einem Sumpfgebiet und der kleine Gletscherbach öffnet sich Deltagleich zur weiten windgeschützten Bucht. Unsere Ausrüstung kurz und knapp: Carolina fischt ihre # 5 Rute, ich meine # 4, Schwimmschnur nicht allzulanges Tippet und und eine dunkle 6er Mücke, ach ja und dies alles gepaart mit einer gewaltigen Portion Vorfreude! Carolina legt ihre Leine in der Mitte des Baches ab und lässt die dunkle Fliege stromab treiben. So den schmalen Gewässerlauf folgend bewegen wir uns langsam dem See selbst zu, aktivität ist nicht und das Sedimentgetrübte Wasser lässt keine Einblicke zu, Standplätze sind nicht auszumachen. Momente später, die leicht geneigte Gerte meiner Partnerin kann nur eins bedeuen: fish on ! Ein herrlich gezeichneter Perca, Percichthys trucha, eine endemische Barschart hat die Fliege genommen. Die Percas sind gesellige Burschen, hat man

erstmal den Standplatz ausgemacht,  kann man durchaus mehrere dieser bis zu 2kg Brocken mit der Fliege überlisten. Diese Bachmündungen, oder kleines

Delta, bot eine nette hinterhältige Charakteristik: der Grund besteht aus feinstem Sediment und hüten sollte sich der Angler auch nur einen Schritt ins Wasser zu tun, weil die Folge ist eine Sedimentwolke die sich unaufhörlich anderen Standplätzen der Fische nähert..

So gehandicapt bemühten wir uns auf dem immer spärlicher werdenden Ufergras zu pirschen und von dort aus eine lange Leine zu werfen.

Aber nun ging uns allmählich das Gras aus und unvermeidbar schwebten diese Vorboten den Flossenträgern entgegen. Also die Taktik geändert, ausschwärmen hiess nun die devise und stillhalten beim casten! In dem nunmehr nur noch leicht eingetrübten Wasser verschwommen die Konturen von Fisch und Bewuchs und beides war nur schwer auseinanderzuhalten.

Die Fliege, immer noch unser bewährtes dunkeles Muster tauchte im Bereich dieser Konturen ein, nach nur zwei langsamen stripes zog es ordentlich an meiner Schnur, diese schlanke   Silhuette, ein Perca ? noch unwahrscheinlicher war eine Arco Iris hier in diesem Bereich. Ich staunte nicht schlecht als dieser schimmernder Körper vor mir auftauchte: ein Pejerrey patagonico, Odontesthes hatcheri, hatte die Fliege genommen, er ist mit dem Perca ein weiterer nur hier im Süden vorkommende Art, und nimmt bereitwillig Nymphen und kleine Streamer.

Einige der Pejerrey konnten wir noch überlisten, aber ungleich der Percas sind sie wesentlich scheuer und quitieren eine allzu unachtsamme Annäherung mit Misstrauen und verschwinden.

                                                                                Pejerrey

Es war nun Nachmittag und wir entschlossen uns zurückzugehen zu unserem Camp, uns mit einer heissen Suppe und einem Tee wieder auf Betriebstemperatur zu bringen und die Sonne im Windschatten des Camp’s auf unseren Bauch brennen zu lassen.  Nachdem ich einige neue Mücken gebunden hatte, kreativität kennt keine Grenzen hier draussen, entschloss ich mich auf Calafate jagd zu gehen! Im Grunde sind sie einfach zu erbeuten, sitzen still zwischen den imposanten Dornen. Aber wenn der Wind in die Büsche fährt und die Zweige wild bewegt wird das ganze oftmals zu einer schmerzhaften Mission…

 Die Rede ist von den Calafate Beeren der Form und Grösse nicht unähnliche einer Blaubeere, aber weniger süss und mit verflucht vielen Kernen. Man sagt, wer einmal von diesen Beeren gegessen, kehrt immer wieder zurück nach Patagonien…

Nun, das Gelee war eingekocht, die Schichten von Fleece und Watjacke plus warmer Mütze angelegt, so machten wir uns wieder auf dem Weg zum Wasser.            

Ich hatte meiner #4 Rute gegen eine #5er eingetauscht und Carolina blieb bei ihrer 5er Gerte.Wir wählten nun einen anderen Bereich der Bucht, der Seeboden hier war firm, und frei von lästigem Sediment. Wir hatten einen anderen Antagonisten ausgesucht: Die kampfstarken Regenbogen, die Laichzeit war vorrüber und ungleich des Runs im nahegelegenem Fluss und der leichtigkeit einen dieser Schönheiten zu haken, sind nun Ausdauer und Geduld gefragt um diesen Fisch zu fangen. 

                                                                  Exellente Konditionen

Aufgrund des Wasserstandes war die Distanz vom Ufer zum Steilabfall im See beträchtlich. Wir hatten sozusagen Bonefish konditionen, Ginklares Wasser, max. bis zur Hüfte reichend und grobsandige Grund. So warfen wir pirschend unsere Leine und näherten uns dem dunkelblauen Band, das die Grenze zum tiefen Abgrund markierte.      

Wir fischten unterschiedliche set ups, Carolina hatte eine sinktip gewählt und ich entschied mich entgegen einer gewissen Logik zu einer Vorfachlänge, die gepaart mit einer grossen Fliege und dem nun kernigen Wind, gerade noch so zu werfen war.

Meine Annahme das sich in der  Nähe des dichten Schilfbewuchses, der sich langsam im tief abfallenden Ufer verlor eine Regenbogen aufhält, hatte sich nicht bestätigt. Ich watete nun in Richtung Carolina, sie hatte einen Biss und landete einige schöne Percas.

Wieder und wieder beförderte ich meine Schnur auf die unruhige Seeoberfläche, wartete eine Weile und strippte die Leine ein, ein harter Schlag in der Schnur und dann dieses nichts… Ich checkte meine Fliege, alles war in Ordnung, entschloss mich aber dennoch zu einem anderen Muster.

Und wiederrum hatte ich einen harten Biss, nun doch etwas genervt und noch dazu mit eiskalten Füssen lief ich zum nahen Ufer um mich wieder aufzuwärmen. Aber meine Fischerei blieb erfolglos, auch der Wechsel zu einer sinktip brachte mir keinen Fisch.

Perca am leichten Gerät

Bei einem deftigen Menü und einer Flasche rotem besprachen wir die Strategie des nächsten Tages und liessen den Tag langsam ausklingen.

Gut ausgeruht und nach einem kräftigen Frühstück entschlossen wir, uns Heute zuerst dem Perca zu widmen. Da ein gutes Stück über seinem Niveau, bedeckte das Wasser nun Uferbereiche und Gräben die gewöhlich trocken liegen und schaffte so ein wahres Labyrinth aus Pflanzengrün kleinen Kanälen und tiefen Gumpen. So überlisteten wir beide zahlreiche Stachelritter auf schwarze Wolly Bugger derHakengrössen 0/4- 0/6.  

Und wieder, plop, verschwand die Fliege in einem dieser tiefen Gumpen mit reichlich Bewuchs. Nachdem die Mücke abgesunken war und ich die Leine mit dem ersten langsamen Zug in Bewegung setzte, tobte

Der Leviathan

plötzlich etwas in der Tiefe, meine 4er Gerte neigte sich beträchtlich. Etwas war nicht in Ordnung, passte einfach nicht, es war nicht diese typische Gegenwehr eines Percas die hier so zahlreich sind.

 Eine stramme Arco Iris, schoss es mir durch den Kopf, was sonst. In diesem Moment sprang meine Regenbogen aus dem Wasser: ein wirklich kapitaler Perca hatte die Fliege genommen und ich hatte meine liebe Mühe den Burschen zu bändigen! Carolina verlor einen weiteren Fisch in diesem Gumpen ohne ihn zu Gesicht zu bekommen, der Haken hatte sich aufgebogen… Was für eine verrückte Fischerei dachten wir uns beide.

Mit einem Geräusch gleich eines aus der Ferne sich nähernden Güterzuges kündigt sich die nächste schwere Windböe an, und der Coundown läuft; fix die Leine eingeholt, einige rasche Leerwürfe und so viel Schnur als möglich aufs Wasser gebracht, die Kapuze über den Kopf und die Fussstellung geändert, spannung in den Körper und WHOAUUU schlägt einem diese Böe kameradschaftlich in’s Kreuz…

Dieses Phenomen erleben wir nur hier, einige hundert Meter weiter hinter einer hohen Uferdüne heult der Wind unaufhörlich und schiebt die Türkisfarbende Wogen donnernd gegen das Ufer.

Biss! Nicht einen cm Schnur werde ich dir geben, schiesst es mir durch den Kopf und nach kurzem aber heftigem Drill habe ich die erste raini gelandet. Gemeinsam schlendern wir jetzt dem Ufer entgegen, eine Gruppe Kaiken Gänse mit ihren nun schon grossen Sprösslingen sucht schnatternd das Weite.

«Du weisst, ich habe noch diese Rechnung offen», bemerkte Carolina. Bei unserem letzten Besuch an genau dieser Stelle hakte Sie einen Regenbogen die wir nicht zu Gesicht bekamen, es gelang ihr wohl den Fisch aus der Tiefe  

herauszudrillen aber als dieser Leviathan den grünen Saum der Abbruchkante überquerte zog er Carolina die 5er beinahe gerade und sprengte das Vorfach… noch dazu kommt das die Fische hier ungewöhnlich spitz beissen und ein ordentlicher Anschlag notwendig ist.

Wieder begeben wir uns ins hüftttiefe eisigkalte Wasser und casten hinaus, so gut es der Wind zulässt in einem 45 Grad Winkel zur Kante, dann bis 10 gezählt und die Schnur langsam hereingeholt.

Es fällt mir nun zunehmend schwerer diese Spannung aufrechtzuerhalten, wartend auf den Schlag in der Schnurhand, den Biss, einige sagen, es sei der Moment der durch nichts anderes zu ersetzen sei, sozusagen eine transformation zum dem was wir einmal waren, die wirkliche und einzige Eszenz dieser Fischerei…

Die Kälte ist mir inzwischen die Beine hoch in der Körper gewandert, schluss ! Nicht um jeden Preis sage ich mir und drehe mich zum Ufer hin.

«He», ruft Carolina, das ist ihre Art mir etwas von Wichtigkeit mizuteilen, nicht He, welche Fliege versuche ich nun, und wieder «He», ihre Rutenspitze ist wie wild am schlagen und mit beiden Händen den Rutengriff umklammernt bewegt sie sich rückwärts ins flache Wasser. O.k denke ich mir, schalte einen Gang runter und eile zur grünen Insel das das Wasser nur so spritzt. Nachdem ich meine Gerte dort zurückgelassen habe mache ich die Kamera schussbereit und eile zu ihr. Inzwischen hat Carolina den Burschen in den nur Zweihandbreittiefen Uferbereich gedrillt.

Was für ein besonderer Fisch, dunkel glänzend heben sich die schwarzen Punkte ab von den beinahe chromblanken Flanken. Es gibt in diesem Moment wohl kein strahlenderes Lächeln auf der Welt als sie den Fisch nach kurzem photoshoot wieder in sein Element entlässt.

Einige Tage später, der Schotter prasselt gegen den Unterboden des Wagens, der Puyerredon liegt in weiter Ferne,  und, wohin jetzt ? «, fragte ich, « weiter runter in den Süden », antwortet Carolina…

Auf der Suche nach den Dinosauriern

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 6, 2011
Posted in: AUF DER SUCHE NACH DEN DINOSAURIERN, REISEBERICHTE.

Auf der Suche nach den Dinosauriern

September, er war nun endlich vorübergegangen, dieser Winter ohne jegliches aufatmen, er brachte uns Regen und nebelige  kühle Tage ohne die sonst üblichen Wärmeperioden während derer wir im T- Shirt eine lange Leine werfen konnten. Fleecebekleidung und Wathosen waren angesagt und erinnerten uns eher an Patagonische Verhältnisse.Und es waren diese perfekten Voraussetzungen für ihn, den nie gesehenen unsichtbaren meisst Stillen. Ein hoher Wasserstand im Salto See mit seinen Überfluteten Uferregionen und die zahlreichen Unterschlupfmöglichkeiten in Burgengleichen Geäst und Todholz.

Es ist einer der bemerkenswerten Fische des Sees. Seine Überlebensstrategie unter selbst harschesten Bedingungen ist einmalig. Extrem hohe Wassertemperaturen bei gleichzeitig niedrigsten Sauerstoffgehalt beeinflussen den Habitus dieses ” Urtieres” in keinster Weise. Wenn in den besonders Regenarmen Sommern in einigen Regionen Nordargentiniens die Zuflüsse der tiefen Gumpen  versiegen und ehemals überflutetes Terrain trocken fällt, ist diese Spezie eine der letzten die dem sicheren Exitus trotzt. Solange seinem Massigem Körper  soviel Feuchtigkeit zur Verfügung  steht das keine Dehydration stattfindet, besteht theoretisch eine unbegrenzte Überlebenschance: er versorgt sich über seine Strahlen der Dorsalflosse mit Sauerstoff.

 Die Rede ist von Hoplias Malabaricus oder auch  Tararira  oder Wolffish genannt. Dieser Fisch gehört zur Klasse Teleostei, der Knochenfische, desshalb auch der hier geläufige Beinamen „Dinosaurier“. Nachdem Hoplias das juvenile Stadium überschritten hat kommt er für keinen anderen Flossenträger als Apetithappen in Frage, noch dazu ist er beinahe ´´ bullet proofe ´´, den gut armierten Schädelbereich

vermag selbst ein kapitaler Dorado nicht zu knacken, noch dazu schützt ihn ein grober Schuppenpanzer vor einem im ersten Moment ungewöhnlich erscheinenden “ Predator“ : den zahlreichen Reiher Arten die hier Patroullien gleich die Ufer säumen. Selbst die kapitaleren Tarariras von mehr als 2 kg weisen während des Frühjahres Blessuren dieser Vögel auf.

 

Nun aber zurück zu ihm, und  zu einer Obsession gewordenen Angelei auf der Suche nach dem „Dinosaurus“.

Company

Das alles sollte sich nun ändern. Das Frühjahr bringt mit die besten Gelegenheit die Fliege überhaupt zu plazieren, der Tararira verlässt die tiefen Gumpen um sich in den nun langsam erwärmenden Flachwasserzonen um es lax auszudrücken, die Batterien aufzuladen und das Fehlen des üppigen Wasserpflanzenwuchses tut das übrige die künstliche Fliege zu plazieren. Da Flachwasserzone im Falle dieses Sees ein relativer Begriff  ist, im glücklichen Fall endet das Ufer auf Höhe der „ Juncos „ einer Schilfgleichen Pflanze, ohne weiter störenden Hänger Hindernisse, oder, um die Sache sportlicher zu gestalten, das Litorale geht über in den undurchdringlichen  grünen Dschungel mit all seinen erdenklichen Hölzernen Unrat gespickten Bereich.

 Dann wird das Präsentieren der Mücke zum äussersten Geduldspiel, auch wenn mit „antienganche“, dem mit obligatorischen Krautschutz versehenen Haken, Hänger sind unvermeidbar. Und denkt erst gar nicht daran

Leguan Spuren

einen dieser Hänger durch auch noch so vorsichtiges anpirschen mit der Hand zu lösen… WUFFF…… das war ein kapitaler, Torpedogleich hat der Tararira sich durch die kleinste Erschütterung gewarnt in einen anderen Bereich geflüchtet. Selbst  Hindernisse wie zum Beispiel eine über dem Wasserspiegel liegende halben Meter breite Kiesbank überspringt dieser Akrobat mit Leichtigkeit ! Der Tararira jagd nicht im offenen Gewässer, sein Territorium ist immer überdacht oder zumindest in unmittelbarer Nähe seines Standplatzes im dichten Kraut. Seiner Beute nähert er sich mit einem Katapult ähnlichen Start und im selben Moment das gewaltige mit 6 grossen Fängen und zahlreichen rasiermesserscharfen Zähnen bewehrte Maul öffnend um den Happen einzusaugen. 

tackle

 Die andere Variante ist auf einem unserer Videos festgehalten, die Beute, in diesem Fall die Fliege genau zu inspizieren  und dann mit einem blitzschnellen Öffnen das Getier einzusaugen, spektakulär !

                                                                  

Und gerade  diese Art des Nehmens unserer Fliege unter der Wasseroberfläche resultiert in einem Hänger vergleichbaren Biss. Aus diesem Grund ist ein Tadelloses  gestrecktes Stahlvorfach unumgäglich und ein Korkenzieher ähnliches SV unbedingt auszuwechseln.                         

Die Technik überhaupt einen Kapitalen Tararira zu Haken besteht darin seinen Standplatz auszumachen und das funktioniert nur nach nachdem wir unsere Passion mit einer ungeheueren Portion Geduld belastet haben, mitinbegriffen zahlloser Meter  Stahlvorfach und nahe daran den Glauben an diese  noch immer absurd geglaubte Pirsch zu verlieren. Nun aber zur Fischerei selbst: Eine Fischbringende Variante ist folgende : unser „Imitad“ inmiten einer dieser beschriebenen Todholzburgen abzulegen, sinkt die Fliege ein, perfekt, bleibt sie schmückend obenauf liegen, auch gut!

Tarasedge mit Krautschutz

Nun heisst es nach einer nur wirklich kurzen Verzögerung mit kurzen flinken  Bewegungen aus dem  Handgelenk die Fliege einzustrippen. Auf diese Art und Weise sind die „takes“ etwas unvergessliches, die Wasseroberfläche scheint zu explodieren und der einzige Weg zur erfolgreichen Landung heisst niemals den Kontakt zum Fisch zu verlieren.

verschluckt an einem " armado chancho"

Oftmals sind die ersten Sekunden die kritischsten, weil nur im vorderen Maulbereich gehakt und auschliesslich Widerhakenlos. Nur einen Sekundenbruchteil Unachtsamkeit in der Leinenkontrolle bedeutet den sicheren Verlust.

Es war einer dieser äusserst warmen Frühlingtage, Carolina und ich hatten eine unserer bevorzugten  der abgelegenen Lagunen besucht, Ingnacio dessen Spinnangel bestückt mit einem 30 cm Wobbler, ihn um das doppelte überragte, erteilte uns mit einem gönnerhaften Grinsen ein „ Permiso“ die „ Propiedad Privada“, das Estanciaeigene Grundstück zu betreten. Aja, mit seinem Finger in die Richtung einer Tararira Burg zeigend, dort hätte er einen seiner Wobblerungetüme verloren… die Schnur abgerissen… „algo re grande“ etwas sehr grosses. Uns blieb verschlossen ob  nun einer der zahlreichen Baumstümpfe seinen Kunstköder verschluckte oder es tatsächlich einer der ganz grossen Hoplias war der zum Verlust seines Köders geführt hat … Wir fischten unsere mehrgetelten # 5er, Schwimmschnüre WF, selbstgeknotete Vofächer und Stahlvorfach und Haken der Grösse 1/0 – 2/0 mit Krautschutz.

Carolina in der Yacaree Lagune

Uns bedeutende Blicke zuwerfend verliessen wir das sichere Ufer… Ich machte den Anfang, nachdem der Rand mit der Fliege fachmännich abgeklopft war und noch gekonnter der ein und andere Tararira verscheucht, weil es scheint wir Männer stellen uns immer ein wenig dusselig an…begann ich also mit der Fischerei. Es verging wohl eine halbe Stunde als ich mit fester Stimme verkündete: nada !       

 Jetzt war es an mir den masochistischen Part zu übernehmen, die Bedienung der Digital Kamera. Carolina  übernahm die Tararirapirsch. Hast du da schon probiert ?, und zeigte auf einen verkrautete Stelle in der Nähe eines gewaltigen Astes, klar erwiderte ich, aber dort passiert nix …Whiiii.. Whiii, nach zwei Leerwürfen tauchte die Mücke ein. Nach einigen langsamen Stripes durch den dichten Pflanzenteppich erreichte die Fliege sozusagen freies Wasser, nichts war geschehen. In diesem Moment schoss ein schemenhafter Torpedo aus der dunkelen Tiefe durchbrach die Wasseroberfläche und verschwand, die Fliege hatte er verfehlt… Mit einer nonchalance erwiderte Carolina: ich wusste es, hier sind welche !  Nach einigen Sekunden der Sprachlosigkeit wurde mir bewusst was ihre Erfolgreichere Technik der Fliegenführung war : das Wesentlich langsamere Einstrippen der Schnur ! Aber erwiderte ich triumphierend ; ist alles hier drinne und verwies auf die Kamera. Ich betätigte also souverän die entsprechende Tastaturen um das Video abzuspielen, zu sehen war die Präsentation der Fliege das Einstrippen der Leine und in einer neuerlichen Sequenz blauer Himmel und verwackelte Sonne, weiter nichts…   Im Eifer des Gefechtes hatte ich die Aufname deaktiviert und beim vermeintlichen Stop die Wiedergabetaste aktiviert ! Die Leiden eines Kameramannes sind nicht in Worte zu fassen… 

Video versemmelt ...

Mehr ging dann auch nicht an diesem Tag. Wir können durchaus sagen die wirklich gewaltigen Exemplare scheinen selbst in dieser Aufwärmphase des Jahres nicht die Extreme Ufernähe zu suchen. Unsere sicher gelandeten Tarariras dürften alle die 2.5 kg Marke nicht überschritten haben.

toller Tararira aus dem Kraut

inspiriert

Wieder hatte ich mich an einem dieser herrlichen Frühsommertage auf den Weg gemacht, genoss die noch halbwegs leeren Strassen und entspannte mich erst so richtig als die Reifen wieder groben Schotter berührten als ich auf  die Piste Richtung See abbog. Herein in die Watklamotten, den lediglich aus zwei Dosen bestehende Fliegenvorrat in meinem Chestpack verstaut und die digitale Ausrüstung strategisch günstig verteilt, für den blitzschnellen Zugriff sozusagen. Ich fischte Heute solo, Carolina war derweilen ein wenig weiter südlich, in Patagonien..

Pancora Protein snack

Ich überquerte den aus feinem weissen  Sand bestehenden Uferstreifen und lief durch den dichten Eukalyptus und Pinienwald auf meinen Hot Spot zu. Zwei grosse Leguane beobachteten mich mit gewisser Interesse, verschwanden dann aber in schneller ungelenker Gangart in den See.

Spätsommer Fang

Direkt aus dem Uferschilf

Direkt aus dem Uferschilf

Nach kurzem Marsch erreichte ich die kleine Lagune, mit auf weiter Flächeperfekter Vegetation um die Fliege gerade noch bequem zu präsentieren. Vieleicht sind dem einem oder anderen Leser aus einem früheren Artikel noch noch unsere Vorbehalte bzw. Verwendung  betreffend der Karabiner zur Hakenbefestigung im Sinne. Aufgrund der hier gerade noch vertretbaren vorhandene Dichte des Bewuchses entschloss ich mich den Karabiner zu zubenutzen.                                                                                            

Brüniert

                                                                              

Ich wählte das kürzlich  bei einer Flasche Rotem entstandene Fliegen Design: schwarzer, nicht zu langer Bucktail Schwanz, hellglänzender Dubbingkörper und einen nicht allzu üppigen Muddlerkopf in grün, natürlich mit Krautschutzt und alles gebunden auf einem 2/0 er Haken.

Über eine kleine Kiesbank schlich ich mich ins etwa Hüfttiefe Wasser und begann zu casten. Ich fischte diesen Bereich von dem Aussenkante der Vegetation zum Uferbereich hin ab. Und schon nach dem etwa zehnten Cast hatte ein Halbwüchsiger Tararira in gewohnter Manier die Fliege genommen, kurzer photoshoot und adios.

 Immer wieder landete das nun erprobte Design mit einem vernehmlichen plopp inmitten des Grüns oder auf freier Wasserfläche. Eine kleine Pause vor dem einstrippen, dann aus dem Handgelenk mit wirklich kurzen Zügen über eine Strecke von einem Meter die Fliege eingeholt, zwei false casts und weiter. Ich hatte nun mehr als die Hälfte dieses Terains im Krebsgang mit der Fliege beharkt als ich eine freie Fläche Wassers sozusagen als Insel inmitten der Pflanzen als nächstes Ziel meiner „Grünen“ auserkor.

 Plop, ein weiteres mal verschwand die Mücke im Naturtrüben Nass. Ich weiss nicht mehr was zuerst geschah, ob die Schwärme der grossen Sabalos in unmittelbarer Nähe Donnergleich das Weite suchten oder dieser Tararira mit einer Vehemenz die Fliege nahm und sein gewaltiger Leib senkrecht aus dem Wasser schoss. Es war die Offenbarung schlechthin, er exestierte also wirklich.

Die Szenerie war beinahe sureal ein mit Fahnen von Pflanzengrün gezierter massiger Körper der sich wieder und wieder aus der Lagune erhob und krachend zurück fiel. Wenn ich nicht damit beschäftigt war schnellstens alle Leerschnur auf die Spule zu bringen und gleichzeitig die Leine unter Spannung zu halten, faste ich nun mit meiner freien Hand zusätzlich zur Rute um das kraftvolle Toben einigermassen zu  parieren. Vergass ich die Kamera zu erwähnen ? die balancierte ich irgendwie zwischen den Akrobatischen Einlagen des Tarariras. Schon ging ich die Landung dieses Prachtexemplares in meinem Kopf durch als Hoplias sich wieder aus dem Wasser erhob und ich irgendwie nicht richtig koordinierte : Ich senkte meine Gerte nicht in alter Tarponjäger Manier…Was blieb ist die Gewissheit das sie exestieren die wahren ´´ Dinosaurier´´ und das ein Karabiner nicht die adäquate Wahl ist.

Tage später, bei einer Frühabendlichen Fischerei wurden wir durch wiederholte laute Oberflächenaktion in einem von tiefhängenden Astwerk, veralgtem und krautbewachsenen Uferbereich aufmerksam. Gerade rechtzeitig erhaschten wir den Blick auf ein gewaltiges Exemplar eines Hoplias  der vollständig aus dem dichten Pflanzenbett sprang und nach etwa einem Meter wild Flossenschlagend wieder wegtauchte. Wir wissen nicht was der Grund fur dieses Spektakel war, naheliegend wäre ein jagender Dorado, aber da dieser Tararira mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der 4 Kilo plus Klasse lag hätte das Wasser kochen müssen und der Dorado hätte nicht verfehlt ! Vielleicht war es ein zu sehr verfrühter Tanz bedingt der nicht mehr all zu fernen Laichzeit. Seit diesem Erlebniss verbinde ich das Stahlvofach nur noch direkt mit dem Haken …

 

Das Jagdverhalten des Tarariras:

 Der Tararira gehört zu den beinahe lautlosen Jägern, selbst ein Handteller kleiner Piranha macht mehr Wellen als ein Hoplias…von einem Dorado ganz zu schweigen. Ein weiteres typisches wie einmaliges Verhalten ist das sich Annähern und das Blitzartige Einsaugen der Beute auch von der Wasseroberfläche. Das an ruhigen und windstillen Tagen als ein Geräuch nicht unähnlich des ablaufenden Wassers gepaart mit einem Schuss Luft in einen Syphon gleicht.  Es ist das alleinige Zeichen eines Oberflächenaktiven Tarariras. Das Nehmen der im Sommer zahlreichen Frösche in dichter Vegetation ist nicht zu unterscheiden von anderen Arten wie Palometas, Pirahanas, Dientudos und den kleinen Dorados. Da der Hoplias in der Regel Grundnahe ´´operiert´´ sind seine weiteren Beuteprioritäten diverse Aal Arten, Morenas und eine der kleinen Bagre Spezies, eine Wels Art. Auch die zahlreiche Sabalos Bogas und Mojaras gehören auf die Nahrungsliste des Tarariras.         

Winterfang im Juli

Welche Fliegen ?

 Schon Aufgrund des ´´Einsatzbereiches´´ die Grösse der verwendeten Fliegen beträgt lediglich zwischen 8 und max. 10cm. Gebunden auf starkdrahtigen Haken der Grössen 1/0 – 2/0 .

In der frühesten Phase der Befischung sind  Popper bzw. nicht sinkende und unbeschwerte üppige  Muster in dunklen Farben unschlagbar auch noch ohne Krautschutz.Wenn von Ende September bis Ende Oktober die Wasserpflanzen dichter und zahlreicher wachsen ist ein Krautschutz unabdingbar und selbst mit diesem wird die Fischerei zur Gedultprobe. Die dann vornehmlich gefischten Muster besitzen alle einen Muddlerkopf und sind zum Teil nicht unerheblich beschwert um wenigstens einigermassen durch die Dichte Vegetation abzusinken. Die Farbwahl unserer Fliegen ist mit dem fortschreitenden Wachstum der über und unter Wasser Vegetation zu vernachlässigen.          

Ruten und Schnüre:

 Gerten der  Klasse 5 – 6  von 7 – 9  Fuss Länge mit Rückrat sind angebracht  um die enorm kraftvollen und kurzen Fluchten des Tarariras zu parieren. WF Schnüre oder noch besser Schusskopf machen Sinn aufgrund der kurzen Wurfdistanzen und die Rute entsprechend aufzuladen. Die  Vorfächer sind selbst gefertigt und entsprechen denen der Dorado Fischerei:

 Länge 2.50

 55%      butt     0,70 mm       1375 mm

25%                 0,60 mm          625 mm      =  2500 mm

20%                 0,50 mm          500 mm

SVF10kg etwa 200 mm       ( SVF / Stahlvorfach )

 

Fliegenpräsentation:

 Dieses Thema reicht von einigen Zeilen über mehrere Seiten. Respektive kennen wir nun die Vegetationsphasen vebunden mit Wasserstand und Nahrungsangebot. Die extreme Sensibilität des Tarariras lassen uns oftmal wundern wie die gewaltigsten Kunstköder der Spinnfischer erfolgreich eingesetzt werden. So erleben wir immer wieder das unter bestimmten Umständen das durchaus verhaltene Geräusch der aufsetzenden Fliege zur Flucht mehrerer Hoplias führt, auch das Überwerfen bzw. Aufsetzen der Fliegenschnur oder des Tippets wird im Extremfall mit einer Flucht quitiert. Widerum führt das Verhalten eines direkt angeworfene Fisches, mit direkt ist gemeint das Aufsetzen der Fliege in unmittelbarer Nähe des Standplatzes, zur Direkten vehementen Attacke, die wenn nicht erfolgreich, wiederholt werden kann ohne den selbigen zu vergrämen.

Während des Frühjahres, wenn sich  der Hoplias im zwei Handbreit tiefen Wasser aufhält, sind volumniöse leicht sinkende Fliegen und  übergrosse Rehhaarsedges oder Popper die erste Wahl. Sobald sich der Tararira aus der Ufernähe zurückzieht sind neben den vorherig genannten Fliegenmuster solche mit Muddlerkopf unsereWahl, auch beschwert um durch den dichten Bewuchs zumindest ein wenig auf Tiefe zu kommen, der Krautschutzt ist ein Muss ! Im Hochsommer wenn das Nahrungsangebot seinen Höhepunkt erreicht hat ist der Popper oder Gurgler die Nummer Eins. Wie Carolina mir schon vormachte eine mit Pausen und Geduld eingestrippte Imitation lockt auch dort grosse Tarariras hervor wo es keine gibt…     

Landehilfe angebracht

Landehilfen:

 Ok, die kapitalen Tarariras sind ohne diese nicht mehr zu handhaben, die Aalgleiche Beschaffenheit ihres Körpers und die explosionsartigen Bewegungen machen das fixieren zum Hakenlösen ohne dieses Hilfsmittel unmöglich 

Über die Region

 Concordia selbst liegt in der Provinz Entre Rios, was übersetzt soviel heisst wie zwischen den Flüssen, genauer an den Ufern des Uruguay Flusses und zum Westen hin des Flusses Parana. Die unmittelbare Umgebung Concordias ist geprägt von seinen gewaltigen Plantationen aller Arten von Citrusfrüchten und der Forst Industrie des Eukalyptus Baumes, die auch gleichzeitig einer der grössten Arbeitgeber der Region sind. Die Turisten verbringen ihre Zeit mit dem Aufenthalt in den Thermen und Tagesausflügen zum Nationalpark El Palmares. Der Uruguay Fluss unterhalb des ” Salto Grande “ Stauwerkes ist das Weltbekannte Revier für die Dorado Angler.  

Carolina & Heiko

Den wenigsten ist bekannt das Antoine de Saint Exupery, vielen eher bekannt als Autor des Buches “Der kleine Prinz”  einige Zeit in Concordia verbrachte. Die Ruinen des  ehemaligen Castillo de San Carlos  der Familie Fuchs Valon in dem Exepury ein oft gesehener Gast war, können noch immer im öffentlichen Park “Rivadavia” direkt gelegen am Fluss besichtigt werden.     

Busverbindungen gibt es mehrmals täglich von Buenos Aires, oder aber mit dem Flugzeug von Buenos Aires aus.

 Der link zu unserem Video:

www.youtube.com/watch?v=QmuXyUrYOEo

 Homepage:

www.latitudsuranglers.com/

 

 

Fly recycling, some serios thoughts

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 6, 2011
Posted in: ARTICLES, FLY TYING.

disassambling…

 It’s told, that out there people, who obsessevely keeping flies which not used anymore. Stored appart in precious boxes and adored like a holly shrine. To reminisce unforgetable moments…

Rubbish !

Old flies have to be recycled in order to clear the mind out of old fashioned habits. And furthermore, to get free space in my chronically cramped fly boxes…

              

Because those hooks are little masterepices, even in my case, talking about size 1/0 up to 4/0 heavy metall hardware, but far to valuable to chuck away.

 razorsharp teeth

 Tousled, mesed up, abused by razorsharp teeth or simply never used, now  its time to disassamble !

    

 

Weiterlesen

Surface Fly’s for Golden Dorado

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 5, 2011
Posted in: FLY TYING.

Gurgler & Popper for Golden Dorado

Approaching carefully the open water, one hand holding the rod the other line and fly, ready for the crucial cast. For me there’s nothing more thrilling than the sudden moment of an hunting Golden Dorado, crashing throught the surface and tearing appart preyes…

Dorado country

What comes now is rather predictable, you casting the fly into the battlefield, retrieve the line and waiting for the brutal take which rips your arm from the socket…Yes thats what everyone is expecting, but here it comes: in stead using the most common fluffy beast, I go for a huge Chernobyl pattern tied on a 4/0 hook !  The take is unforgetable, promissed !                                                   

         

     Multistrand coated                           Piano wire

 I prefere three different Hook set ups  for those rather big surface flies:

1: the shock tippet, usually a 20lbs knotable multistrand wire

2: piano wire

3: hard nylon up to 20lbs. breaking strenghts

I like to have some of each type, but there are view drawbacks:

hard nylon

Our coated multistrand wire tends to kink and cringle, normaly not because of the hard take, because of hang ups. Those are unavoidable and caused by underwater obstacles and those you hook during the back cast.

The bar strand piano wire is a much more reliable solution once out of shape you easily can straighten it without any tools. But when it comes to storing them, we are faced with dificulty because of the lenght and stiffness.

The hard nylon, isnt a regular used set up, but as our experiance and reaction time shows us, either the hook setting is allways too early, or just in  time. What means, because of the hook lengths and the knot performance, the nylon never  where close to break. But no doubt, this set up is for limitid use only !       

 

 

 

 

 

took a huge Chernobyl…

 

tempting…

This site consists entirely of copyrighted work and is published for personal use and enjoyment. Ask for permissio PRIOR to using any of the works, illustrations and photos.

Fly Fishing Rio Pico

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 3, 2011
Posted in: FLY FISHING TRAVEL PATAGONIA.

 

Hosted Fly fishing trip

6 Day 6 Nights

Price : 2 Angler  2.300 $ US p.p

                4 Angler   2.000$ US p.p  

Fishing and housing is situated in Central Patagonia in the Chubut Region. Since long years this literally is our playground for the most diverse fishing  you will experience. Gin clear creeks and lakes, hidden in between stunning scenery. Brown trout, brook, rainbow and even the mighty King salmon are willing to chase your fly.

 

 A word to our philosophy

Enjoying a hearty meal accompanied by a nice Argentine wine amongs your buddys after a nice day fishing. An “Asado” or “Carne al Spiedo” cooked on the open fire. Rustic housing and no fancy chef, in stead an authentic fly fishing trip tailermade for no more than 4 guests. If you like to fish the same way as we do, than we invite you to Patagonia.

                          

                                                                                                                     

Itenerary

Our guests fly into Buenos Aires and taking a domestic flight to Esquel. The team of Latitud Sur Anglers welcome you at the airport. Our final journey to the Rio Pico region is done by vehicle.

About the Season

Fishing season down here runs from November to May. Even there is no weather prediction, begining and ending season could be very crispy while mid summer conditiones bring nice dry fly oportunitys on calm days. Anyway, fishing is superb all year, but here we got two ” prime times” : The first weeks of November until Dezember and from April until May for the big Brook and Rainbow Trout. The lakes offering great fishing the entire season.

Get a taste from our recent article:

http://globalflyfisher.com/fishbetter/lake-vintter/

 

1. Day Arrival in Esquel and transfer

     2.Day – 5. Day full fishing days

     6. Day transfer to Esquel 

     Package includes:                                    

  •         all meals and accommodation
  •         fishing license
  •         one guide for two angler
  •         alcoholic drinks
  •         ground transfer Esquel / Rio Pico / Esquel

    Package excludes:

  •        flights
  •        insurance
  •        additional overnight stays outside our program

For booking and Info please contact: info@latitudsuranglers.com

Or call + 54 / 345 /4213764

Please concider: GMT – 5 hours

English, Spanish and German spoken

Our Homepage:  http://www.latitudsuranglers.com/

Gurgler & Popper

Veröffentlicht von latitudsuranglers am Mai 2, 2011
Posted in: FLIEGENBINDEN.

Gurgler und Popper für Dorado

Sich durch dichte Ufervegetation zu schlagen und dann vorsichtig an das Wasser pirschen, die Rute in der einen Hand und in der anderen Fliege und Leeerschnur. Wartend auf den jagenden Dorado der unweigerlich die Stille zerreissen wird…

Ideales Revier

Das alleine ist schon eine verdammt spannende Sache, den aktiven Dorado jetzt mit einem der gewöhnlichen Fliegenmustern anzuwerfen die natürliche Konsequenz.

Aber jetzt toppen wir das Ganze noch: Eine Wahrhaft oversized Chernobyl in Hakengrösse 4/0 ! direkt ins Schlachtfeld serviert und eingestrippt, Achtung Adrenalin Überdosis !!!!  

 

Hardware

Die Fliege zur Schnur Variationen

  1. Klavierdraht
  2. Stahlvorfach
  3. Hard Nylon

Der Klavierdraht und das Stahlvorfach sind wohl unzerstörbar für das Doradogebiss, haben allerdings den Nachteil das sie sich nur eingeschränkt verstauen lassen. Da braucht es schon eine spezielle Fliegendose aufgrund der Gesamtlänge dieser  ” Bauart”. Der Vorteil                                                             Auf der Suche…

dieser Ausführung ist die unlösbare Verbindung, ungleich eines snapes, der doch eher anfällig ist an den Hindernissen hängenzubleiben, und sich unbemerkt!, öffnet.

   

 Mit Stahlvorfach                                 Mit Klavierdraht

Einen Wehrmutstropfen allerdings enthält die Ausführung mit dem Stahlvorfach: bei Hängern an Unterwasser Hindernissen und während des back cast, ja,ja einem guten Werfer passiert das nicht…. neigt dieses Material zum kringeln. Das so verunstaltete Vorfach kann man, Frau gleich in die Tonne treten ! O.K , der Klavierdraht kringelt ebenso, egal ob 0,15 er oder 0,30er aber das kann man ohne Werkzeug wieder hinbiegen.         Keine Bedenken braucht es im Bezug zur Schwimm -fähigkeit dieser Chernobyl. Hier wird soviel Auftriebsmasse in Form von Foam benutzt das        10 cm Klavierdraht oder ein 10kg Stahlvorfach im wahrsten Sinne des Wortes  nicht ins Gewicht fallen !

Überlistet mit 4/0er Chernobyl 

Mit Hard Nylon

Eine tolle Sache, weil ist ohne Werkzeug, Zange bzw. Feuerzeug zum verschmelzen des Loops, direkt am Wasser zu realisieren. Die Kehrseite, muss nach jedem einzelnem Doradodrill ausgetauscht werden. Aber ist doch nicht Bisssicher sagt ihr jetzt, richtig, allerdings haben wir unsere mit dieser Hard Nylon ausführung  gelandeten Dorados  ausschliesslich im Maulwinkel, oder im vorderen Maulbereich gehakt und wirklich kurz gedrillt. Aber eher ausschlaggebend ist die enorme Hakengrösse, und der überdimensionierte Knoten die sich aufgrund der Länge eh schon ausserhalb der scharfen Zähne befindet.

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