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GOLD FIEBER FLIEGENFISCHEN IM SALTOSEE

GOLDFIEBER

     Stillwasser Angeln auf Salminus Maxillosus

 Ein Artikel für das www.fliegenfischer-forum.de

Salminus maxillosus, Dorado oder Golden Dorado genannt, dieser Fisch der nicht zur Familie der Salmoniden gehört hat sich in den letzten Jahren zu meinem “most wanted” enwickelt, und da er praktisch gleich um die Ecke “wohnt” verbringe ich einen Grossteil meiner Zeit an diesen Gewässsern.

Die Einschlägigen Artikel der Aussereuropäischen Printmedien, zahlreiche Videos und Bilddokumentationen zeigen diesen Fisch in den grossen Flussläufen Argentiniens oder in den kleineren Gewässern in den Niederungen der Yungas, den kalten Regenwäldern zur Grenze Boliviens.Tiefe Gumpen, Strauch und Totholz verblockte Ufer und die Correderas selbst, die Stromschnellen, das sind die bevorzugten Jagdreviere des Dorados. Ganz einfach also, mit oder ohne Boot, die heissen Zonen sind  für den etwas  erfahreneren Angler relativ leicht zu erahnen. Selbst die Fliegenwahl ist keine allzu komplizierte Sache:

     Rückraum zum entspannten Casten.

grosse Streamer im Muddlerstil, Deceiver, eben alles was sichtig und ordentlich Wasser verdrängt. Ok, da gibt es Ausnahmen in denen wir die  Dorados auf Sicht befischen, unter anderem im Rio Corriente, wo schon einmal ein Surubi bei unbedarften Waten vergrämt wird und die Fliegenwahl ein bischen “tricky” sein kann, eben auf Grund des klaren Wassers.

       Carolina die Dorado Göttin…

Lasst uns 37 Jahre zurückgehen, der Rio Uruguay war bis  zu diesem Zeitpunkt eine geschäftige Wasserstrasse. Alle erdenklichen Güter des täglichen Gebrauchs werden von seinem Mündungsgebiet dem Rio de la Plata bis hinauf in die Provinz Missiones Befördert. Mit seiner Natürlichen Barriere den “Salto Grande,”die unüberwindbaren Stromschnellen des Uruguay Flusses Stromauf der Stadt Concordia.

Mit dem Bau des Staudammes “Salto Grande” endstand der gleichnamige See “Lago Salto Grande”und genau dort beginnt das andere Dorado Angeln und unser Erfahrungsbericht: Dorados in Stillgewässern. Keine Stromschnellen, keine tiefen Züge die in einem Kolk enden, keine unterspülten Uferzonen. Eine schier endlose Fläche Wassers, Fjord ähnliche Seitenarme, verkrautete Uferzonen und  überflutete Eukalyptus Wälder, selbst Flusseinläufe existieren dort nicht.   Wie soll man hier den Standplatz oder die bevorzugten Jagdreviere des Dorado ausmachen? Mondphasen, Windrichtung, Wassertemperatur, bietet das Früjahr bessere Gelegenheiten als der Sommer, wenn die Quecklilbersäule in Richtung der 40 Grad klettert, oder wäre der Herbst mit seinen sinkenden Wassertemperaturen die aussichtsreichere Saison? Fragen über Fragen. Carolina und ich haben uns wahrhaft die Seele aus dem Leib gefischt, haben während der Sommer, Herbst und Wintermonate

immer wieder die Erfolg versprechenden Stellen abgefischt und uns durch Obstplantagen von aller Sorten Citrusfrüchte an das Wasser geschlichen. Gefangen haben wir immer, ob Tarariras, Sabalos, tolle Palometas, mit die grösste Pirhania Art, oder Doradillos, kleine Dorados bis max 1,5kg, das war gezieltes anfischen auf jagenden Fisch, aber die Grossen blieben uns verwährt. Aber es gab eine Möglichkeit die unsere Fangstatistik ein wenig aufwerten konnte, eine Magische Zahl, lautend 28! Ihr fragt euch nun bestimmt was läuft hier, was hat das mit den Dorados selbst zu tun? Zu viel Argentinischer Rotwein? Zu oft während Hochsommerlicher Temperaturen  ohne Kopfbedeckung geangelt? Nein!! Der Wasserstand des Salto Sees ist abhängig von dem Bedarf an Energie, den Strompreisen und den Niederschlagsmengen bis rauf nach Brasilien, wo der Rio Uruguay seine Quellen hat. Auf diese Art variiert der Wasserstand des Sees bis zu 10m! Die Zahl 28 beschreibt die Wassersäule vom Seegrund bis zur Staumauer selbst, 28m, und das ist ein idealer Zeitpunkt den Daypack mit Keksen und dem obligatorischen Yerba Mate zu packen, ein bitterer Tee mit dem ich mich bis heute noch nicht anfreunden kann, wenn schon bitter dann bitte ein Fernet! Bei  dieser Erkundungstour auf dem Seegrund selbst eröffnet sich einem den Blick auf sonst verborgenes: beachtliche Gumpen, tiefe Rinnen und Sandbänke, also doch, aber wesentlich aufschlussreicher ist die Entdeckung der Vegetationslinie, der Wasserpflanzen, die sich bis zu 10m vom Ufer weg ausdehnt. Auch die tückischsten Hindernisse verlieren nun ihr Geheimnisse, diese Streamerfressenden Überreste der Eukalyptuspflanzungen, auch ganz profan Baumstümpfe genannt, ziehen sich beinahe entlang des gesamten Seeufers.

Niedrigwasser

Die Wurzeln dieser Stümpfe haben sich durch Jahrzehnte der Errosion in groteske Gebilde verwandelt die nun einen  idealen Unterschlupf  für alle möglichen Doradomahlzeiten bieten. Nach dem Mann, Frau nun  das nötige Orts know how besitzen, begibt man sich vorzugsweise auf das Wasser um sich bei einer leichten Brise auf  dem Segelboot zu entspannen oder aber an den Bindetisch um das ein und andere “Killermuster” zu kreieren, denn die Doradopirsch bei diesem Wasserstand macht gar keinen Sinn!

Wann macht es Sinn loszuziehen ?

Einige 100.000 Kubikmeter später, 34m, Sonne, ein paar Wolken und ein lauer Wind, ein angenehmer Frühlingstag. Wir packen unsere Ausrüstung zusammen und machen uns auf den Weg zu unserem 15 Minuten Fahrzeit entfernten Haus See. Herein in die Watklamotten, wie gesagt, es ist noch Frühling mit  frischen Wassertemperaturen . Die leichte Ausrüstung aufgeriggt, wir fischen Heute unsere  mehrteilige 5er Ruten mit Schwimmschnur und selbstgefertigten sich verjüngenden Monos plus 5kg Stahlvorfach, ausreichend für die eventuell zu erwartenden Doradillos!! Nach geraumer Zeit ohne Biss und nur der immer presenten Aktion der Sabalos, ein Karpfen ähnlicher Fisch, denke ich mir warum eigentlich nicht? Ich krame eine kleine Fliegen dose mit kaum sichtbaren Nymphenmustern der Grössen 6 – 12 hervor, die Sichtweise eines Dorado Anglers eben, der ein tiefgründiges Misstrauen in Fliegenmustern unter Hakengrösse 1/0 besitzt, wechsele das Stahlvorfach gegen ein leichtes Mono, 0,20, Herr stehe mir bei, und caste etwas ungelenk diese Schnurkombination in Richtung Sabalo.

 Halbstarke „Doradillos“

         ausdauernde Kämpfer an leichtem Gerät.

Man kann nicht anderst als von einem versauten Wurfstil beim benutzen von bis zu 5/0er Mücken reden..Einige Würfe später ist die Rute dennoch gebogen und ich lande einen schönen Sabalo. Carolina ist glücklicherweise in der Nähe und stellt wieder einmal ihr können als Fotografin unter Beweis. Einen Doradillo hakt und landet sie etwas später, auf ein beschwertes Muster, stehen scheinbar tief die most wanted…

 

  Muddlerkopf und „Conehead“

Ein Standortwechsel ist angesagt und so ziehen wir weiter, vorsichtig watend und pirschend zugleich, alle Sinne geschärft für den finalen Moment. Die Unterwasservegetation ist tückisch, sie erinnert an Schlingpflanzen, dazu kommen die fiesen Baumstümpfe die mir schon einmal zum Vehängniss wurden…Noch ist der Uferstreifen ohne allzu dichten Bewuchs und die Wassertiefe erlaubt es uns aus einiger Distanz zum Ufer in 45° Winkel die verkrauteten Stellen abzuklopfen. Immer wieder schnappen die zahlreichen Mojarritas und kleinen Palometas, eine bis zu 1,5 kg schwere Piranha Art, nach den Streamerschwänzen. So arbeiten wir uns Meter um Meter am Seeufer entlang in Richtung einer kleinen Windgeschützten Bucht, dicht gesäumt von Schilf und  Laubwald. Was war das? Eine sich brechende Welle? Hm, kein Wind, und schon wieder, etwas rollte unter der Wasseroberfläche, kein Zweifel, ich caste meine gewohnte Montage in Richtung Doradillo, Biss, Rute hoch und die Restschnur auf die Rolle, der Goldene Körper schnellt, oder besser gesagt bewegt sich majestätisch aus dem Wasser und fällt zurück. Von einem Wiederstand zu reden den ich diesem  Dorado mit meiner #5 Gerte versuche entgegen zu setzen kann nicht die Rede sein.

  Barren puren Goldes…

  Charakterköpfe…

Und sofort bereue ich diesen Irrsinn mit 5kg Stahlvorfach an 35er Spitze. Er zieht davon, es ist keine spektakuläre Flucht, auch wird er sich nicht noch einmal in seiner ganzen Akrobatischen Schönheit zeigen, Lokomotiven gleich zieht er mir die Schnur bis weit ins Backing von der Miniaturrolle. Die Bremse verkommt zu einem unbrauchbaren Attribut, und  nur mit meiner Hand erzeuge ich gerade soviel Druck um nicht den Kontakt zum Fisch zu verlieren. Meter um Meter bringe ich den Dorado heran, nicht einmal  die Oberfläche des Wassers kräuselt sich. Erst wenige Meter von uns entfernt durchbricht ein gewaltiger dunkler Rücken und eine Goldene Flanke den Wasserspiegel, was für ein Barren Gold, nur mit Mühe umfasst meine Hand die Schwanzwurzel um dem Fisch den Haken ohne Angstbart zu entfernen. Nach einigen Fotos releasen wir unseren Fang. Unsere Freude ist vorstellbar, der Knoten scheint geplatzt, aber noch grösser als die Freude wiegt nun unser Bedenken, gerechnet hatten wir nicht mit einem Dorado in dieser Grössenordnung. Das schwächste Glied in der Kette ist der relativ geringe Durchmesser des Stahlvorfaches mit dem das 35er Mono verbunden ist, trotz der Beschichtung durchtrennt er den Albright Knoten oder aber das Stahlvorfach bricht unmittelbar hinter diesem, wenn es nicht frühzeitig ausgetauscht wird, und wir haben kein adäquates Material dabei. Erwähnt sei noch einmal die geringe Wassertemperatur von max. 18°C, Dorado Wohlfühltemperaturen liegen etwa zwischen 22° – 28°.

Unsere Antagonisten befinden sich noch in Kältestarre, wenn nicht, hätte er meine Ausrüstung geschreddert! Offensichtlich, die Dorados sind in Fresslaune, mit etwas Glück erahnen wir  immer wieder einen Hauch von Gold an der Oberfläche. Selbst das Vorhaben die Fliegen, Hakenengrösse zu variieren ist uns vergönnt, etwas grösseres als 1/0 ist nicht verfügbar, aber die nicht mal 10cm langen Muster scheinen fürs erste genug…

Ja, keine Zweifel, Carolinas Gerte ist nun richtig rund und geschickt gelingt es ihr den Fisch immer wieder von den Schilf Inseln fernzuhalten. Auch dieser Dorado nahm das kleine Muster so vehement das der Haken gut sass. Wiederum ein herrlicher Fisch, impecable, ohne Makel, oftmals sind die Schwanzflossen regelrecht zerfleddert, zerbissen von den Mojarras.

        „Lebenslinien“

  Eine „Lange Leine“

Dschungelgleiche Vegetation

    Powerstation…

Auch dieser Fisch wird zurückgesetzt. Wir fischen den Schilfgürtel weiter ab, während sich die Sonne dem Horizont zuneigt und die Umgebung ganz langsam in einen rötlichen Schimmer taucht. Aber ausser einem Biss tut sich weiter auserhalb des “Hot Spots” nichts mehr. Also zurück, immer wieder auf den Zehenspitzen balancierend, das Wasser ist noch zu frisch als das ich es in meinen Wathosen geniessen würde. Ich fasse es nicht, Carolina ist schon wieder im Clinch mit dem goldenen, mit vollem Körpereinsatz bringt sie den Kämpfer näher, aber er ist ausdauernd und ungleich meines Fanges ein cleverer Stratege dem es mehr als einmal gelingt sein Gegenüber auszutricksen. Aber sie weiss den “Tigre del lago” zu bändigen und zu unserem Erstaunen ist er wesentlich kleiner als seine Kampfstärke hätte vermuten lassen, ein Foto und adios. Das Casten in diesem Bereich ist wahrhaft für Puristen, keine Möglichkeit für einen 45° Wurf, weil die Dorados weiter draussen aktiv sind und kein Rückraum vorhanden ist. Wasser bis zur Oberkannte Unterkannte, hinter dir der hohe Schilfgürtel und wie es kommen musste löse ich mehr als einmal unter  dem hähmischen Blick der Doradogöttin meine Mücke aus dem Uferschilf. Einige Minuten später, der Biss ist enorm, und die goldene Seite des Salminus als er aus dem Wasser gleitet mehr als beachtlich.

Schöner Dorado aus dem „Pozo de Arbol“

Es waren wohl 10m der Distanz zwischen Fisch und Angler und ich machte mich bereit für einen weiteren Tanz, nahm die 5er ein Stück höher, aber da war nichts mehr, er ist ausgestiegen der Haken hatte nicht gefasst…es war das bisher grösste Exemplar unserer Grossfamilie.

  sicher gelandet…

Die Sonne ist nicht mehr weit davon entfernt hinter den hohen Gipfeln der Eukalyptusbäume zu verschwinden und immer noch sind die Dorados in Fresslaune, einmal beobachten wir einen dieser Jäger in Irrwitzigem Tempo eine Bugwelle vor sich her schiebend sich der Schilfwand nähern, das Wasser hinter ihm zeichnete eine weisse Blasenspur als er kurz vor dem Schilfgürtel in einem Schwall verschwindet.Wieder und wieder casten wir die Streamer Richtung vermeintlichen Fisch, regelmässig wechseln wir die Fliegenmuster, mal ein grüner Muddlerkof mal etwas helles mal mit Kettenaugen und ohne. Wummm, ein gewaltiger Schlag in meiner Schnurhand, und im selben Augenblick diese Leere, ein Blitz ohne Donnerschlag, ich strippe die schlaffe Leine ein und halte das traurige Ende eines Monofils zwischen den Fingern, war ja abzusehen  du Profi…

  Der Tag neigt sich dem Ende…

 

Welches Equipment?

Etwa eine Stunde zog sich diese Fressphase hin, ein Vorgeschmack dessen was kommen mag wenn die Wassertemperaturen steigen und sich unsere Magische Zahl in den 30gern bewegt.Wie ich oftmals in diesem Bericht erwähnte, unsere Ausrüstung war an diesem Tag nicht adäquat, Carolina fischt auf Dorados dieser Grössenordnung mit ihrer # 7 und nicht die 5er. Ich dagegen habe einen anderen Favoriten, eine betagte # 4 – 6 zweigeteilt die ich bestückt mit  einer 8 – 9 er Grosskern – Rolle und 8er Schusskopf oder entsprechender WF oder DT fische. Das mag sich verwunderlich anhören, macht aber Sinn: Bei diesem optimalen Wasserstand gibt es nur eine Wurfposition und die befindet sich dicht an dem üppig verwachsenen Schilfufern und oft genug bis zur Brust im Wasser. Die Rute muss sich mit minimalen Leerwürfen aufladen um  den Hindernissen im Rücken fernzubleiben und auch um eine akzeptable Wurf  Distanz zu erreichen. Herkömmliche

Wurfstile wie Rollwurf etc. sind unbrauchbar und mit den selbstgefertigten  Vorfächern und einem 20 cm langen, 10 kg Stahlvorfach plus gewaltigen Fliegen bis zur

Grösse 5/0 nicht zu realisieren. Bei offenem Gelände, sprich freier Rückraum, verringere ich die Schnurklasse. Aber in allen Fällen, Wurfweiten jenseits der 15 m sind nicht notwendig und  mit diesem Equipment illusorisch, ich mag es nun einmal sportlich…

Die Fliegenwahl

Das sind die Extreme an unserem “Haussee Salto Grande”, denn wenn die Dorados jagen dann meistens an der Oberfläche, und dann sind die bissigsten Muster auf Hakengrössen 1/0 – 3/0 gebunden, die den Futterfisch Nummer eins imitieren, den Mojarra. Eine andere erfolgreiche Methode ist das “Teasen” mit den grossen voluminösen Mücken, # 5/0 und leicht beschwert.

Tippets und Stahlvorfach

Und nun einige Worte zu dem Verbindungsglied mit dem diese Art der Fischerei steht und fällt: Das Vorfach, diese  fertigen wir selbst und bestehen je nach Anwendungsart aus zwei Grundtypen und drei  Segmenten in unterschiedlichen Schnurdurchmessern.

Die Formeln der Herren Ritz und Anderson werden wir nicht mehr ganz so gerecht:

Typ 1

Für Fliegenmuster der Grösse  0/1 – 2/0   Länge 3 m

55%      butt     0,60 mm       1.650 mm

25%                 0,50 mm          750 mm      =  3000 mm

25%                 0,40 mm          750 mm

SVF 5kg. etwa 200 mm

Typ 2

Unsere heavy duty Ausführung für Hakengrössen von 1/0 – 5/0

Länge 2.50

55%      butt     0,70 mm       1375 mm

25%                 0,60 mm          625 mm      =  2500 mm

20%                 0,50 mm          500 mm

SVF10kg etwa 200 mm       ( SVF / Stahlvorfach )

Die Knoten

Der Albright Knoten ist meine Wahl um die unterschiedlichen Monofil Segmente unserer Vorfächer zu verbinden, auch für das Stahlvorfach.

Für die Verbindung zur Flugschnur ist der “Perfect Loop” mein Favorit, er trägt nicht auf, und für das letzte Quentchen Sicherheit darf es auch ein Tropfen Sekunden Kleber sein.

Das Stahlvorfach

Für eine Lösung dieses Themas vergebe ich einen reward……Ein geringer Durchmesser des Stahlvorfaches(ab jetzt nur noch Svf. genannt!) der auch analog die Tragkraft veringert ist das Problem Nummer eins bei den Verbindungen zum Monofil oder zu der Hardware, beschichtet oder unbeschichtet. Ich bevorzuge nun einmal leichtere Vorfachtypen mit darauf abgestimmten beschichteten Stahlvorfächern für die leichte Fischerei. Bei nicht peinlich eingehaltenen Wechselintervallen, wie Einhalten? Ein gewaltvoll gelösster “Hänger schädigt die Verbindung Mono – Svf. ungleich stärker als das Casten selbst.Was ich damit sagen will, ist das das Svf. vor dem Albright Knoten geschwächt wird und bricht, oder aber schlicht und ergreifend das selbige durchtrennt. Dieses Problem ist nur zu umgehen beim Wechsl zur gröberen Kombinationen von Monofil und Svf., und keine Lösung. Ein weitere Handycap ist die Knotenfähigkeit, wiederum analog zur Tragkraft und Durchmesser nimmt diese signifikant ab, bis dieser nur noch mit Grobzeug, Zange etc.und gewaltigen Zugkräften zu vollenden ist. Eine weitere effiziente, absolut verlässliche Verbindung zum Haken ist ein System bei dem das Svf. mit dem  Hakenöhr verschlauft wird und zusätzlich verschmolzen ist, eine unlösbare Verbindung, Zeitaufwendig und nichts für nasse Finger und windige Tage!

Eine gute Alternative ist der Umgangssprachliche “Klavierdraht”in Durchmessern von 0,10 mm – über einen Millimeter erhältlich, Rostfrei und von einer Besseren Materialgüte als ein herkömmlicher Draht. Aber die Herstellung dieser Vorfachkombination ist Zeitaufwendig und am Wasser nicht zu realisieren, dazu kommt das die Verbindung zur Fliege nur mit einem Karabiner  Sinn macht. Ich benutze 0,30er Klavierdraht, kringelt auch… ein Kompromiss.

Der allmächtige Titandraht

Die Verbindung zum Mono gelingt auch hier Problemlos mit einem Albright Knoten, nachdem das Titan in eine Schlaufen geformt wurde. Aber wiederrum ist ein Karabiner notwendig um die Verbindung zur Fliege herzustellen. Und wiederum am Wasser selbst nur für die geduldigsten Gemüter zu verarbeiten. Da gibt es dann die Alternative alle Vorfächer  “auf Vorrat” zu fertigen, mitinbegriffen den “Klavierdraht”, aber ich bin gerne nur mit dem nötigsten am Wasser unterwegs. Der Titandraht ist allerdings der einzige Kandidat der die gröbsten Misshandlungen unbeschadet übersteht, dennoch, nur ein Kompromiss.

Ein Material zu finden das allen Anforderungen gerecht wird, das wäre das Nonplus Ultra. Nicht unter abrupter Zugbelastung kringeln und dadurch die Wurfperformance negativ beeinflussen, Knotenfähigkeit bis in hohe Materialdurchmesser, keine “add ones”, das schwächste Glied in der Kette. Um es auf den Punkt zu bringen ein Bissfestes Monofil!

Also werde wir weiterhin unsere Wurf und Hänger geschädigten Vorfächer austauschen, den gekringelten Klavierdraht richten und ab und an einen Titandraht anknüpfen, Kompromisse wie gesagt, aber eines ist sicher, die Dorados sind uns das Wert…

Futterfische und Fliegenwahl

Ist der Standort des Dorado erst einmal ausgemacht ist das Fliegenmuster die Nebensächlichste Sache der Welt! Die ausserordentliche Quantität von Mojarras, drei verschiedene Arten sind  im Salto See vorhanden, aber Astyanax faciatus übertrifft in Quantität um ein vielfaches seine Artgenossen. Dieser bis zu 10cm kleine Art besitzt einen Ausserordentlichen Reproduktionszyklus, bis zu 10 mal innerhalb eines Jahres ist dieser Fisch laichfähig und somit der Futterfisch  Nummer eins für den “Goldenen”. Nummer Zwei in der Nahrungskette ist der Sabalo, Prochilodus platensis, der hier bis zu bis zu 6 kg abwächst. Sabalos von 30 cm länge stehen auf dem Speiseplan eines jeden “halbwüchsigen” Dorados. Nach diesen Beutefischprioritäten kommen alle anderen Wasserbewohner als Dorado Happen in Betracht, selbst  Frösche und Libellenlarven. Aufgrund seines Ursprungs, das Wasser des Salto Sees ist eingetrübt und somit eine allzu Identische Nachbildung unserer Mücken nicht notwendig, wenn der Dorado aktiv ist!!

„Bunker Style“ Fliegen

Wenn nicht, dann sind Volumen, Grösse und Farbgebung der Fliege die ausschlaggebenden Faktoren. Der Muddlerkopf ist noch immer unsere meistverwendete Basis um ordentlich Wasser zu verdrängen, oder aber eine gelochte Kunststoffscheibe die hinter dem Hakenöhr plaziert wird. Eine andere tolle “Kopf Alternative” ist das Modellieren aus Silikon und einem Körper aus  Kunstfasern, einfach mal ausprobieren. Diese Art von Muster gebunden auf einem Haken der # 4/0  schwimmt selbst noch mit einem 10kg Stahlvorfach im Oberflächenfilm, aber taucht einwandfrei ab. Die häufigst verwendete Farbkombination ist schwarz mit einem fluorizierenden rot, gefolgt von gelb, grün, braun, weiss und diversen “Glitterkram”. Ich verwende ein Mix aus Natur und Synthetic Material, die Fliegen Körper binde  ich auf einer Basis von Federn und Bucktail. Mit ein Grund dafür ist mein noch immer beachtlicher Vorrat an diesen Zutaten. Ab Mustern der Grösse 3/0 kommt so gut wie nur noch Synthetic Material zum Einsatz, auch aus dem Handarbeitsladen, Innovation ist alles, auch die Tatsache das ich mich an einem strategisch ungünstigen Ort befinde und die verlässlichkeit der “Correo”, Post wohl niemals Europäischen Standart erreichen wird… Nun lasst uns zum lieben Thema der Beschwerung kommen: unsere leichten See – Muddlerköpfe tragen entweder aus Design Gründen Kettenaugen, sieht einfach schicker aus finde ich. Die anderen Muddler und Streamer Muster sind bestückt mit eher  leichten Bleiaugen so das es nicht einen zusätzlich Leinenzug bedarf die Fliege Unterwasser zu bringen. Die “Silikon – Muster “sind mit zwei Lagen Messingdraht Wicklung beschwert, fertig. Nun, während ich  hier sitze und diesen ersten Teil der Dorado Story beende beträgt der Wasserstand des Salto Sees 36,30m, wir empfehlen ein Amphibienfahrzeug, denn der Salto See ist nun defenetiv am überlaufen ,Concordia steht auf Grund des Massiven entleerens des Salto Sees in den Rio Uruguay  unter Wasser und die Dorados feiern ein Fest am reich gedeckten Buffet…ausserhalb unserer Reichweite. Ich werde mich  gleich ins Bindezimmer zurückziehen…

Mehr Information unter:  info@latitudsuranglers.com

Oder besuchen sie doch unsere Homepage : www.latitudsuranglers.com

mit mehr interessanten Reise Angeboten zum Thema Dorado Angeln.

Wir freuen uns auf sie ! Carolina & Heiko Schneider


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